3. Feierabendgespräch «Wem gehört der Militärflugplatz?»

Perimeter Militärflugplatz Dübendorf (Quelle: Unterlagen armasuisse)
Perimeter Militärflugplatz Dübendorf (Quelle: Unterlagen armasuisse)

 

  Am 22. September 2021 findet das 3. Feierabendgespräch statt. Es ist der Frage gewidmet: «Wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?». Nebst den Vereinsmitgliedern ist auch die interessierte Öffentlichkeit zum Informations- und Diskussionsanlass eingeladen.  

 

  Aus aktuellem Anlass, die Regierung des Kantons Zürich hat den langersehnten Synthesebericht zum Militärflugplatz Dübendorf – auch «Flight Plan» genannt – präsentiert, haben wir das 3. Feierabendgespräch «Wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?» neu strukturiert. Statt sich mit den Positionen der «Stakeholder» zu befassen, setzen wir uns mit dem Thema anhand zweier konkreter Fälle sowie anhand der gesetzlichen Rahmenbedingungen auseinander. 

 

Dübendorf, 6. September 2021

Cla Semadeni, Präsident

 

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Einladung

 

Der Verein IDEA Flugplatz Dübendorf führt am 22. September 2021 das 3. öffentliche Feierabendgespräch zum Thema «Wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?» durch. Nebst den Vereinsmitgliedern ist auch die breite Öffentlichkeit eingeladen. Es darf ein spannender Orientierungs- und Diskussionsanlass mit vielen überraschenden Informationen und Erkenntnissen erwartet werden.

 

Datum:           Mittwoch, 22. September 2021
Zeit:                17.30 bis 20.00 Uhr

Ort:                 Grosser Saal, Restaurant Hecht, Bahnhofstrasse 26, 8600 Dübendorf

 

Programm

17.30               Eintreffen, Willkommensdrink

18.00               Begrüssung und Einführung durch den Tagungsleiter

18.10               Einführungsreferat von einem Kenner der Materie (angefragt)

18.40               Gespräche im Plenum oder in Gruppen

19.30               Podium mit Vertretern der «Stakeholder» (Moderation und Teilnehmerinnen

                          und Teilnehmer noch offen)
19.50               Schlusswort, Ausblick und Ausklang

 

Zum Thema

Der Militärflugplatz Dübendorf ist ein Juwel der besonderen Art. Er repräsentiert die Geschichte der Schweizer Aviatik und steht im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Als militärbetriebliches Werk fällt er in den Zuständigkeitsbereich des

Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, dem Bundesrätin Viola Amherd vorsteht. Er wird aktuell von der schweizerischen Luftwaffe

 

betrieben, die von Divisionär Peter Merz kommandiert wird. Chef des Flugplatzes Dübendorf

ist Oberstleutnant Markus Burkhard. Die Immobilienverantwortung liegt in den Händen von armasuisse Immobilien.

Vor Ort sind zivile Institutionen und private Firmen und Organisationen aktiv. Es wird gebaut, umgebaut und umgenutzt. Die Aktivitäten finden sowohl im Bereich der Zone für öffentliche (militärbetriebliche) Bauten und Anlagen als auch in der Landwirtschaftszone statt. Zudem werden auf dem Grundstück neue Erschliessungsmassnahmen projektiert und realisiert. Auffällig ist besonders, dass der militärbetriebliche Zaun – ohne militärisches Plangenehmigungsverfahren oder BAB-Verfahren – wandert und Bereiche der Landwirtschaftszone in den Bereich der Randbebauung miteinbezieht. Der interessierte Beobachter fragt sich, wer für diese Veränderungen vor Ort verantwortlich zeichnet und auf welcher Grundlage die Investitionsentscheide getroffen werden. Oder anders gesagt, wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf? Wer hat diesbezüglich das Sagen und das Geld?  

Am 3. Feierabendgespräch wollen wir gemeinsam diesen Fragestellungen nachgehen. Die «Stakeholder» sind allesamt angefragt worden (oder werden es noch), am Anlass teilzunehmen und über ihre Verantwortungsbereiche zu orientieren und die auftauchenden Fragen der Teilnehmenden zu beantworten. Sie wurden auch gebeten (oder werden es noch), das entsprechende Informations- und Grundlagenmaterial vorgängig zur Verfügung zu stellen.

 

Der Anlass findet zu einem Zeitpunkt statt, indem noch in vielerlei Hinsicht ein hohes Mass an Unsicherheiten und Ungeklärtem besteht; wie etwa:

-        die unklaren Folgen der einvernehmlichen Trennung von Bund und Flugplatz AG (FDAG) durch die Auflösung der Rahmenvereinbarung vom 2015,

-        die offenen Gerichtsverfahren auf Stufe Bundesgericht, Verwaltungsgericht und Baurekursgericht und die Folgen der gerichtlich angeordneten aufschiebenden Wirkungen,

-        der noch nicht abgeschlossene Plan B (Synthesebericht) der Zürcher Regierung,

-        die offenen Ergebnisse der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung bzw. die unklare Umsetzung des stark kritisierten «Räumlichen Entwicklungskonzeptes REK» der Stadt Dübendorf.

Umso mehr interessiert, wer heute die Verfügungsgewalt über den Militärflugplatz als Ganzes und in Teilen hat.

Ist es die Firma HRS, die gemäss eigener Website als «Arealentwickler und Totalunternehmer mit der vollen Kosten-, Qualitäts- und Termingarantie» auf dem Areal aktiv ist? Oder ist es die Stiftung Innovationspark Zürich? Oder ist es die Arealentwicklung IPZ? Ist es die ETH, die daran ist, Arealteile in Besitz zu nehmen und die geschützten Flugzeughangars zu Werkstätten und Materiallager umzubauen? Steigt auch die Firma Mercedes-Benz ein, die – was man vor Ort beobachten kann - Fahrversuche auf dem Gelände vorgenommen hat? 

Innovationspark Zürich IPZ, (Quelle: Website HRS, 15.7.2021)
Innovationspark Zürich IPZ, (Quelle: Website HRS, 15.7.2021)

Ein besonderes Thema wird sein, wer über die Mehrwertabgabe verfügen darf und wie der Mehrwertausgleich geregelt ist. Den bisherigen Verlautbarungen nach, gehen die Anrainergemeinden leer aus. Die Frage, «wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?» spielt hier eine wesentliche Rolle.

 

Ein weiteres besondere Thema wird sein, wie das Areal des Militärflugplatzes Dübendorf erschlossen und parzelliert werden soll. Die investierenden Stakeholder wollen hier sicher eine entscheidende Rolle mitspielen, was voraussetzt, dass sie zu denjenigen gehören, denen der Militärflugplatz Dübendorf mitgehört. Die Frage, «wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?» spielt somit auch hier eine wesentliche Rolle.

 

Anmeldung
Interessierte melden sich bitte per E-Mail bei der Geschäftsstelle Walter Mundt, Kasernenstrasse 4, 8600 Dübendorf: walmundt@glattnet.ch

Wen das detaillierte Programm steht, melden wir uns bei Ihnen. Die Anzahl Teilnehmenden ist wegen der Corona-Pandemie beschränkt.

 

Dübendorf, 19. Juli 2021

Cla Semadeni, Präsident 

 

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Einladung zum 3. Feierabendgespräch „Wem gehört der Militärflugplatz Dübendorf?“ vom 22. September 2021 mit Bildern (Cla Semadeni)
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2. Feierabendgespräch Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf

Militärflugplatz Dübendorf: schutzwürdiges Ensemble (Weltkulturerbe), Gutachten Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege EKD vom 3. März 2015 | Quelle: The 7 Most Endangered 2020, Europanostra
Militärflugplatz Dübendorf: schutzwürdiges Ensemble (Weltkulturerbe), Gutachten Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege EKD vom 3. März 2015 | Quelle: The 7 Most Endangered 2020, Europanostra

 

Am 23. Juni 2021 hat das 2. Feierabendgespräch zum Thema «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf» stattgefunden. Vereinsmitglieder, Interessierte und Betroffene, Fachleute und Laien waren eingeladen, mitzuwirken und sich auszutauschen. Es war ein spannender und interessanter Anlass über ein einmaliges Schweizer Kulturerbe-Juwel.

 

 

Kurzbericht zum 2. Feierabendgespräch «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf» vom 23. Juni 2021

Der Verein IDEA Flugplatz Dübendorf hat am 23. Juni 2021 das 2. Feierabendgespräch im Restaurant Hecht durchgeführt. Thema: «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf». Die Ergebnisse des Anlasses werden nachstehend im Sinne eines Kurzberichtes zusammengefasst:

Ausgangspunkt des Gesprächs war einerseits das Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege EKD vom 3. März 2015 sowie anderseits das Einführungsreferat von Dr. phil. Heinz Horat, Kunsthistoriker, der über den «Umgang mit unserem Kulturerbe» referiert hat. Für seine Ausführungen grundsätzlicher Art sowie für seine freie und bildhafte Vortragsart erhielt er warmen Applaus. Die beiden Videos von TeleTop über die Einzelinitiative von Pit Wyss zeigten auf, dass der Kantonsrat ZH nicht gewillt war, den Militärflugplatz als UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen und - so der ehemalige Stadtpräsident Lothar Ziörjen – «die Verfassung zu belasten, da er ja bereits richt- und gestaltungsplanerisch geschützt sei». 

Das anschliessende Gespräch im Plenum zeigte, dass der Militärflugplatz Dübendorf ein einzigartiges Kulturerbe darstellt, dessen kulturhistorischer Wert als Ensemble - über alle vier Themenkategorien hinweg - unbestritten ist. Allseits anerkannt war auch, dass das Areal als Ganzes und nicht nur einzelne inventarisierte Bauten schützenswert sind. Auch stellte niemand die gutachterlichen Erkenntnisse der EKD infrage; nämlich, dass das Areal eine Schutzwürdigkeit aufweist, die von übernationaler Bedeutung ist – eben Weltkulturerbe - und ungeschmälert zu erhalten ist. Auch bestritt niemand, dass der Militärflugplatz Dübendorf, wie das Bundesamt für Kultur BAK am 24. April 2019 schrieb, die vom ISOS formulierten Qualitätskriterien für die Einstufung als Ortsbild von nationaler Bedeutung erfüllt.

Im Plenum wurde engagiert darüber diskutiert, wie diese Schutzwürdigkeit konkret umgesetzt werden soll. Fritz Wagner, als ehemaliger Stadtarchitekt von Zug und anderen Städten sozusagen von Berufs wegen ein Umsetzungsspezialist, zeigte auf, dass das Wichtigste ist, das man etwas umsetzen will. Das Etwas und das Wollen ist das Entscheidende! Frau Monika Wasenegger als Vertreterin der Fondation Franz Weber FFW erläuterte, warum die FFW sich eingeschaltet hat. Das Areal des Militärflugplatzes habe eine Grösse und Bedeutung, die über den Schutz von Einzelbauten wesentlich hinausgehe. Es gehe um eigentlichen Heimatschutz. Auf dem Spiel stünde ein überragendes Natur- und Kulturerbe. Sie habe sie vor Ort festgestellt, dass die Zerstörung dieser Natur- und Kulturwerte durch den Innovationspark bereits im Gange sei. Dies dürfe nicht hingenommen werden: Der Militärflugplatz Dübendorf dürfe nicht der Spekulation geopfert werden. Jürg Lindecker, der sich seit Jahren mit den Entwicklungen auf dem Militärflugplatz Dübendorf befasst, machte deutlich, dass mehr dahintersteckt: nämlich die Geschichte der Schweiz in gesellschaftlicher, militärischer und zivil-aviatischer Hinsicht. Nur mit dem UNESCO-Weltkultur-Label werde man diesem bestehenden Wertesystem gerecht.
Das 2. Feierabendgespräch zeigte auf, dass der Plan B der Regierung eine willkommene Chance bedeute, im Rahmen einer Gesamtschau eine Neubeurteilung der anzustrebenden Weiterentwicklung des Areales des Militärflugplatzes Dübendorf vorzunehmen. Der Verein ideafd.ch wurde aufgefordert, eine eigene Vision zu entwickeln und in die politischen Diskussionen einzubringen. Dabei wurden verschiedenste Ideen genannt, die von «Belassen des jetzigen Zustandes durch Nichtstun» bis zu «Zugänglichmachen für die Öffentlichkeit im Sinne einer Allmend» reichen. Der Referent Heinz Horat und die Podiumsteilnehmenden Monika Wasenegger und Fritz Wagner erinnerten daran, dass dieser Prozess erfahrungsgemäss sehr zeitaufwendig sei, einen langen Atem voraussetze und die gesetzlichen Spielregeln hinsichtlich Grundlagen, Alternativen, Interessensabwägung und Umweltverträglichkeit ein sorgfältiges Vorgehen erfordere.

 

Einiges zu diskutieren gaben die bereits vor Ort durchgeführten Bauarbeiten einerseits und die laufenden Bauarbeiten an der Wangenstrasse 66 anderseits, die am Vortag entdeckt und fotografiert worden sind. In der Baubewilligung vom 12. November 2019 steht dazu: «Es ist darauf hinzuweisen, dass das Denkmalschutzobjekt in seiner Substanz zu erhalten und während der ganzen Bauzeit durch geeignete Massnahmen wirksam zu sichern und vor Beschädigung zu schützen ist. Die beteiligten Handwerker sind darüber zu informieren und entsprechende bauliche Sicherungsmassnahmen sind zu treffen. Im Falle auftretender Probleme sind in Absprache mit der Denkmalpflege geeignete Massnahmen zum Schutz einzuleiten. Die kantonale Denkmalpflege wird über das Bauvorhaben informiert». In der Realität vor Ort werden die Sicherungsmassnahmen mit dem Bagger ausgeführt.

Bildlegende: Denkmalschutz mit dem Bagger /  Foto Cla Semadeni, 22.06.2021
Bildlegende: Denkmalschutz mit dem Bagger / Foto Cla Semadeni, 22.06.2021

In seinem Schlusswort sicherte der Tagungsleiter/Moderator zu, sich der eingebrachten Erkenntnisse und Ideen anzunehmen und die nächsten Feierabendgespräche darauf auszurichten. Er stellte den Teilnehmenden einen Kurzbericht über den Anlass in Aussicht und bedankte sich für die aktive Teilnahmen und Unterstützung. 

 

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23. Juni 2021

Kurzbericht «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf»: Ergebnis des 2. Feierabendgesprächs des Vereins IDEA Flugplatz Dübendorf

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Kurzbericht Kulturerbe
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23. Juni 2021

Impressionen Bauen auf dem Militärflugplatz Dübendorf: Denkmalschutz mit dem Bagger

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Impressionen- Bauen auf dem Militärflugplatz Dübendorf
Impressionen- Bauen auf dem Militärflug
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15. Juni 2021
Informationsmaterial der Veranstalterin zum 2. Feierabendgespräch «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf» vom 23. Juni 2021

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12. Juni 2021
Detailprogramm zum 2. Feierabendgespräch «Kulturerbe Militärflugplatz Dübendorf» vom 23. Juni 2021

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Kontakt:

Walter Mundt

Leiter Geschäftsstelle

Kasernenstrass 4

8600 Dübendorf

walmundt@glattnet.ch